2026-09-08
Viele Leute glauben, dass die Werkzeugstandzeit ausschließlich von der Materialhärte bestimmt wird. Tatsächlich haben die Spanform, Zähigkeit und das Bruchverhalteneinen signifikanten Einfluss auf den Werkzeugverschleiß und das Abplatzen. Unter dem gleichen Härtegrad erzeugen einige Materialien kurze, spröde Späne, die nur minimalen Werkzeugverschleiß verursachen, während andere zähe, gekräuselte Späne erzeugen, die kontinuierlich an der Schneide reiben und diese erodieren, was die Werkzeugstandzeit potenziell halbiert. Späne sind nicht nur für die Spanabfuhr wichtig – sie wirken selbst als schnell fließendes Schleifmittel, das direkt mit der Spanfläche, der Freifläche und der Schneide des Werkzeugs interagiert.
Vier Schlüsselfaktoren, die die Werkzeugstandzeit beeinflussen:
Nach der Scherung steigt die Oberflächenhärte des Spans erheblich an, wodurch der Span effektiv zu harten Partikeln wird, die gegen die Schneide reiben und den Freiflächenverschleiß beschleunigen. Edelstahl ist ein typisches Beispiel für dieses Verhalten.
Die Härte des Materials selbst beeinflusst den Schneidwiderstand; die Spancharakteristik bestimmt, ob der Verschleiß abrasiv, adhäsiv, stoßartig oder thermisch ist. Die Kombination dieser beiden Faktoren bestimmt letztendlich die tatsächliche Werkzeugstandzeit.
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